Grundstein für neues Wasserwerk gelegt

Passend zum Anlass gab der Himmel am 15. September sein Bestes: reichlich Wasser von oben zur feierlichen Grundsteinlegung für das neue Wasserwerk in Finsterwalde. Stadtwerke-Geschäftsführer Andy Hoffmann nahm es mit Humor und füllte gemeinsam mit Bürgermeister Jörg Gampe und Thomas Freudenberg, verantwortlicher Projektleiter für den Neubau des Wasserwerks, die Zeitkapsel bevor diese im symbolischen Grundstein versenkt wurde.

Neben den üblichen Inhalten wie einer Tageszeitung, Münzen und Bauplänen fanden auch die extra für den Tag verfasste Sängerliedstrophe und eine FFP2-Maske als Hinweis auf die Besonderheit der momentanen gesellschaftlichen Lage ihren Platz in dem gut verschlossenen Metallgefäß.

Nach dem ersten Spatenstich im April und dem gelösten Grundwasserproblem liefen die Bauarbeiten reibungslos, berichtete Projektleiter Thomas Freudenberg. „Wir haben eine sehr gute Zusammenarbeit mit der Finsterwalder Bau-Union und ich bin optimistisch, dass das auch so bleibt. Der Eröffnung 2024 steht aus heutiger Sicht nichts entgegen“, erklärt er weiter. An diesen Optimismus schloss sich Bürgermeister Jörg Gampe an: „Ich wünsche den Bauleuten, dass es jetzt reibungslos weiterläuft, den Stadtwerken zufriedene Kundinnen und Kunden und für die Bürgerinnen und Bürger ist mit dem Neubau gesichert, dass das Wasser auch in den nächsten Jahren und Jahrzehnten die gewohnt sehr gute Qualität haben wird.“


Das Wasserwerk versorgt neben Finsterwalde selbst auch den Ortsteil Pechhütte und sieben weitere Gemeinden der Sängerstadtregion:  Massen, Drößig, Eichholz, Ponnsdorf, Gröbitz, Tanneberg und Betten. An die etwa 21.000 Einwohner wird pro Jahr eine Trinkwassermenge von mehr als 900.000 Kubikmeter geliefert.
Mit dem Neubau erfolgt der letzte und größte Schritt der umfangreichen und notwendigen Sanierungs- und Erneuerungsarbeiten der Trinkwasseraufbereitung in Finsterwalde. Im Vorfeld wurden mehrere Varianten für den Um-, Aus- oder Neubau betrachtet. Die nun umgesetzte Variante ist die Lösung mit den im Langfristvergleich niedrigsten Gesamtinvestitionskosten, hoher Versorgungssicherheit und langer Restnutzungsdauer. In den Jahren zuvor war die Rohwasserfassung Schönewalde, die Rohwasserleitung und ein großer Reinwasserbehälter mit 1000 Kubikmetern Fassungsvermögen auf dem Wasserwerksgelände saniert bzw. komplett erneuert worden.

Die geplanten Nettobaukosten für den Neubau des Wasserwerks am Standort des bisher genutzten Werks in der Kirchhainer Straße belaufen sich auf etwa 8,9 Millionen Euro. Das Vorhaben wird vom Land Brandenburg mit Fördermitteln in Höhe von 1,25 Millionen Euro unterstützt. Die Fertigstellung und Inbetriebnahme nach erfolgtem Probebetrieb ist für Mitte 2024 geplant.