Landesregierung ändert Corona-Verordnung

Nach dem Bund-Länder-Beschluss zu den Corona-Maßnahmen vom 7. Januar hat die Brandenburger Landesregierung in einer Sondersitzung weitere Änderungen der Zweiten SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung beschlossen. Die geänderte Corona-Verordnung ist am 17. Januar 2022 in Kraft getreten und gilt zunächst bis zum Ablauf des 13. Februar 2022.

Zum Schutz der Bevölkerung und der kritischen Infrastruktur treten weitere zielgerichtete Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus in Kraft. So setzt Brandenburg die 2G+-Regel in der Gastronomie um. Zutritt zu Gaststätten, Cafés, Bars oder Kneipen erhalten demnach vollständig Geimpfte und nachweislich Genesene, die einen aktuellen, negativen Testnachweis vorzeigen. Personen, die bereits eine Auffrischungsimpfung ("Booster-Impfung") erhalten haben, und Kinder unter 6 Jahren sind von der Testpflicht ausgenommen. Bei älteren Kindern und Jugendlichen reicht der Nachweis über eine regelmäßige Testung im Rahmen des Schulbesuchs aus. Im Gegensatz zu anderen Bundesländern ist die automatische Lockerung der Regel in Brandenburg direkt mitbeschlossen worden: 2G+ tritt außer Kraft, sobald sieben Tage lang die landesweite Hospitalisierungsinzidenz den Schwellenwert 6 nicht überschritten hat und der Anteil COVID-19-Patienten an den landesweit betreibbaren Intensivbetten wieder unter 10 Prozent liegt.

Aufgrund der leichter übertragbaren Virusvariante Omikron gilt ebenfalls eine FFP2-Maskenpflicht im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), sogenannte OP-Masken reichen bei der Beförderung nicht mehr aus. FFP2-Masken sind besonders wirksam, Ansteckungen zu verhindern.  Die FFP2-Maskenpflicht gilt nicht für Kinder unter 14 Jahren sowie für das Kontroll- und Servicepersonal und das Fahr- und Steuerpersonal. Nach dem Infektionsschutzgesetz des Bundes müssen sie weiterhin mindestens eine medizinische Gesichtsmaske (Mund-Nasen-Schutz) tragen. Von der Maskenpflicht im ÖPNV gänzlich befreit sind Kinder unter 6 Jahren, Personen, die ärztlich bescheinigt auf Grund einer gesundheitlichen Beeinträchtigung, einer ärztlich bescheinigten chronischen Erkrankung oder einer Behinderung keine Atemschutzmaske oder medizinische Gesichtsmaske tragen können, und gehörlose und schwerhörige Menschen und Personen, die mit ihnen kommunizieren, sowie ihre Begleitpersonen.

Am 7. Februar wird eine Testpflicht für Kita-Kinder eingeführt. Dann gilt: In Horteinrichtungen, Kindertagesstätten und Kindertagespflegestellen müssen für alle dort betreuten Kinder im Alter ab einem Jahr an mindestens zwei nicht aufeinanderfolgenden Tagen pro Woche ein negativer Testnachweis vorgelegt werden. Wie bei Schülerinnen und Schülern reicht für diese Testpflicht ein zu Hause (ohne fachliche Aufsicht) durchgeführter Antigen-Test zur Eigenanwendung aus, dessen negatives Ergebnis von einer oder einem Sorgeberechtigten bescheinigt wird. Für den Hort reicht der Nachweis für die Schule aus. Die Selbsttests erhalten die Eltern über die jeweiligen Betreuungseinrichtungen kostenfrei.

Die aktuelle Corona-Verordnung finden Sie hier.