Landkreis modernisiert weitere Fernradwege

Ab 4. April beginnen die Arbeiten am Radweg Finsterwalde Bürgerheide

Der Landkreis Elbe-Elster baut die Radfernwege aus. Für 48 Abschnitte des geförderten Gesamtvorhabens stehen rund 6,2 Millionen Euro zur Verfügung. Insgesamt geht es bei diesem Paket um 80 Kilometer Radstrecke.

Von den 48 Abschnitten ist knapp die Hälfte fertig gestellt, dazu gehören unter anderem sechs Abschnitte im Amt Kleine Elster, zehn Abschnitte im Bereich der Stadt Schönewalde, ein Abschnitt im Bereich der Stadt Herzberg und zwei Abschnitte im Amt Elsterland. Gebaut wird dagegen noch im Bereich der Verbandsgemeinde Liebenwerda, in Doberlug-Kirchhain, in Schlieben, im Schradenland, in Elsterwerda und in der Gemeinde Röderland.

Ab 4. April 2022 beginnen die Arbeiten am Radweg Finsterwalde Bürgerheide. Der Radweg wird auf einer Länge von knapp drei Kilometern auf 2,50 Meter verbreitert und modernisiert. In der Bauzeit ist es erforderlich, den Radweg voll zu sperren. Eine Umleitung dafür wird ausgeschildert und um Verständnis gebeten.

Im Anschluss sind für Mai und Juni 2022 die Abschnitte in Plessa entlang der Schwarzen Elster und der Neubau des Radweges von Großthiemig nach Großkmehlen zur Landkreisgrenze (Oberspreewald-Lausitz) vorgesehen.

Die Gesamtmaßnahme soll in diesem Jahr abgeschlossen werden. Es kann jedoch zu Verzögerungen kommen, da die ausführenden Firmen schon jetzt die Materialknappheit angezeigt haben und somit die Lieferzeiten teilweise nicht eingehalten werden können.

Der Radwegeausbau wird ökologisch begleitet. Bei der Verbreiterung der Radfahrstrecken hat der Landkreis Elbe-Elster unvermeidbare Beeinträchtigungen durch Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege auszugleichen (Ausgleichsmaßnahme).

Der Landkreis Elbe-Elster hat sich gemeinsam mit den Gemeinden und der unteren Naturschutzbehörde, dem Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) entschieden, einen Abschnitt der „Alten Friedersdorfer Straße“ zwischen Friedersdorf und Hohenleipisch zu entsiegeln. Dort wird die Deckschicht abgetragen und Schottergestein herausgenommen. So kann sich der Wald wieder entwickeln.

Die aus der ehemaligen militärischen Nutzung des Gebietes herrührende Trasse führt quer durch das Naturschutzgebiet „Forsthaus Prösa“. Dieses ist eines der größten Schutzgebiete im Süden Brandenburgs und wird durch ausgedehnte Heiden und strukturreiche Kiefern-Traubeneichenwälder geprägt.

Die Modernisierung der Radwege einschließlich des geforderten Ausgleichs wird gefördert aus Mitteln des Bundes und des Landes Brandenburg im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe: „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsinfrastruktur“ – GRW Infrastruktur.

 

Foto: Landkreis Elbe-Elster, Amt für Strukturentwicklung und Kultur/ Beatrice Peschel